Das private Projekt: Beim Hausbau den Garten mitdenken

TITELTHEMA AUS DER AUSGABE März/April 2017

Baumstämme umranden hellbraunen Sand, auf dem zwei Liegestühle stehen. Die Liegeinsel wird jedoch weder von blauem Wasser noch von grüner Wiese umgeben, sondern von dunkelbrauner Erde. Ein helle Insel inmitten einer großen, braunen Baustelle – so sah der Garten-Lieblingsplatz von Karin Dallmöller im Oktober 2007 aus. „Wir haben nach dem Hausbau einfach aus der Not eine Tugend gemacht und uns eine kleine Erholungsinsel mitten ins Grundstück gebaut“, erinnert sich Karin Dallmöller. Immerhin 800 Quadratmeter (m2) Garten wollten geplant werden – das dauerte seine Zeit. Für die Landschaftsgärtnerin und -architektin, die erst bei der Stadt Soest beschäftigt war, jetzt seit fast einem Jahrzehnt bei einem Spielgerätehersteller im Außendienst arbeitet und mit.

 

Dass Karin Dallmöller trotzdem Planungsprofi ist, zeigte sich schon während des Hausbaus. „Ein erstes Aufmaß im Garten gab es, bevor der Verputzer ans Werk ging, damit er den Sockelputz den späteren Höhen anpassen konnte.“ Soll der Sockelputz überall die gleiche Höhe haben, macht es einen Unterschied, ob ein Höhenunterschied später mit einem sanft ansteigenden Weg oder mit einer Treppe überwunden wird. „Es ist ein großer Vorteil, beim Hausbau den Garten gleich mitzudenken“, sagt Karin Dallmöller.

Garten mit Ausblick auf den rund 300 Meter entfernten Möhnesee. (Foto: Thomas Pichler)

Professionelle Hilfe vom Landschaftsgärtner holte sich Karin Dallmöller überall dort, wo schweres Gerät nötig war. Zum ersten Mal war das vor dem Umzug der Fall. Damit die Umzugswagen nicht im Matsch stehen mussten, sollten die Parkflächen für den Einzug geschottert werden. Diese Arbeiten übernahm das Unternehmen Haarmann Garten- und Landschaftsbau in Möhnesee. Dallmöller und Firmenchef Wilfried Haarmann kennen sich noch aus der Zeit, als die Landschaftsplanerin bei der Stadt Soest arbeitete.

Wünsche der Bauherren

• provisorische Zufahrten für die Umzugsfahrzeuge
• Geländemodellierung
• Treppenbau
• Mauerbau
• Bau der Pflasterflächen
• Einbau des Wasserbeckens
• Rasenansaat

„Wir haben einige Projekte gemeinsam abgewickelt, beispielsweise Spielplätze“, erinnert sich Haarmann. Da Neubauten häufig lange vor der Fertigstellung der Außenanlagen bezogen werden, war die Herstellung der provisorischen Zufahrten für ihn ein Auftrag, wie er in der Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten häufig vorkommt.

Wasser und Holz als verbindende Elemente. (Foto: Thomas Pichler)

Nach dem Umzug machte sich Karin Dallmöller an die detaillierte Planung des Gartens. „Da ich ja Planerin und Endkundin in einem bin, habe ich mir den Entwurfsplan gespart und nur einen Ausführungsplan angefertigt. Die Grundidee eines sehr geometrischen, rechtwinkligen Gartens hatte ich im Kopf.“ Eingezeichnet waren die Höhen sowie die vorgesehenen Treppen, Mauern und Pflasterflächen.

 

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