Know-How Stauden

TITELTHEMA AUS DER AUSGABE Mai/Juni

Bei der letzten Sichtung des Sonnenbraut-Sortiments im Zeitraum von 1999 bis 2004 schnitt die Hälfte der 40 geprüften Sorten sehr gut ab, doch nur ‘Rauchtopas’ wurde als „ausgezeichnet“ eingestuft. In den letzten 15 Jahren hat das Sortiment der farbenfrohen Sommerblüher durch neuere Auslesen eine beträchtliche Erweiterung erfahren. Dies war Anlass für eine Ergänzungssichtung, deren Ergebnisse hier vorgestellt werden.

 
‚Sahin’s Early Flowerer‘ und Persicaria amplexicaulis ‚Alba‘.

Bei dieser Ergänzungssichtung wurden 20 neue Züchtungen und wiederentdeckte, bisher nicht geprüfte Helenium-Sorten in Dresden, Nürtingen, Osnabrück, Wädenswil, Weihenstephan, Weinheim und Wien gepflanzt und in den Jahren 2014 bis 2016 auf ihre Gartentauglichkeit beurteilt. Von einem weiteren Dutzend neuer Formen waren noch nicht genügend Pflanzen im Handel zu erhalten, sodass diese nur in Weinheim und Weihenstephan getestet werden konnten. Die Beurteilung der Sorten erfolgte mithilfe des gleichen Bewertungsschlüssels wie in der ersten Sichtung. Wiederum wurden Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten, Standfestigkeit sowie der Gesamteindruck der Auslesen in der Bewertung der Sorten etwas höher gewichtet als Blütenreichtum, Blütenschmuckwirkung, Winterhärte und die Vitalität der Pflanzen. Als Referenzsorten wurden mit ‘Rauchtopas’, ‘Goldrausch’, ‘Feuersiegel’, ‘Kanaria’, ‘Baudirektor Linne’ und ‘Wonadonga’ bereits gesichtete und bewährte Formen zum Vergleich in die Sichtung einbezogen.

Bisher unbekannte Blütenformen

Die altbekannten und vertrauten Helenium-Formen wirken durch ihre meist nahezu waagerecht gestellten und flächig ausgebreiteten Zungenblüten sehr farbintensiv. Es sind hervorragende Schmuckpflanzen für Rabatten, in denen sie mit ihren leuchtenden Gelb-, Orange- und Rottönen sowie samtigem Rotbraun zu einem heiteren sommerlichen Farbspiel beitragen.

Der Autor

Dr. Bernd Hertle ist Professor an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Lehrgebiet Freilandzierpflanzen. Er ist Leiter der Weihenstephaner Gärten und Vorsitzender des Arbeitskreises Staudensichtung.

Infolge jüngster Züchtungs- und Auslesetätigkeit haben sich neue Varianten mit stark nach oben gebogenen, bisweilen fast eingerollten Zungenblüten einen Platz im Sortiment erobert.
Sie wirken zurückhaltender, weniger plakativ und lassen sich daher gut in Pflanzungen einbeziehen, die einen eher natürlichen Ausdruck anstreben. Mit ‘Fancy Fan’, ‘Loysder Wieck’ und ‘Lukas’ wurden drei dieser Sorten als „ausgezeichnet“ bewertet. Die überaus ansehnlichen Formen bestechen durch gute Vitalität, Gesundheit und zuverlässige Standfestigkeit.

‘Fancy Fan’ zeigt oberseits gelbe, unterseits rötliche Zungenblüten, sodass der Flor der Pflanzen insgesamt pfirsichfarben erscheint. Bei ‘Loysder Wieck’ sind die Zungenblüten noch stärker gerollt. Sie sind oben intensiv gelb und unten kräftig rotbraun gefärbt, sodass ihre Blumen trotz geringerer Größe etwas kräftiger wirken als die von ‘Fancy Fan’. ‘Lukas’ offeriert ein ähnliches Farbspiel wie ‘Loysder Wieck’, hat aber weniger stark gerollte Zungenblüten. Die Röhrenblüten bilden auffällig große, kugelförmige Köpfchen.

 

Den gesamten Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der TASPO GARTEN-DESIGN.

Aktuelles Heft

Das private Projekt

Großer Traum auf kleinem Grund

Das öffentliche Projekt

Meisterstück für maximalen Wohnwert

Know-How Stauden

Die besten Helenium

Know-How Technik

Im Sandkasten die Zukunft testen

 

Jetzt die TASPO GARTEN-DESIGN kennenlernen

  • eine Ausgabe kostenfrei testen
  • Praxisnahe Gartenprojekte 
  • Umfassende Schwerpunktartikel