Gut gemacht! Ein Garten für Alt und Jung

TITELTHEMA AUS DER AUSGABE November/Dezember 2016

Die Ausgangslage

Der Prenzlauer Berg ist wie kein anderer Stadtteil Berlins Synonym für Sanierungsgebiet und Gentrifizierung. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts fanden hier in den Mietskasernen die vielen Arbeiter einen Platz zum Wohnen und Leben; zu DDR-Zeiten verfiel das Gebiet zusehends – vielerorts blieben viele Brachen und Ruinen das Spiegelbild des untergegangenen Sozialismus. 

 

Erst nach der Wende wurde der heute besonders bei Familien sehr beliebte Stadtteil aus seinem Dornröschenschlaf geholt. Bis heute wurden viele der Baulücken geschlossen und die Häuser einem modernen Wohnstandard angepasst.
Doch noch in den 2000ern waren Brachen wie in der Zelterstrasse 5–11 keine Seltenheit. Auf dem riesigen Gelände, das auch sonst viele architektonische und planerische Herausforderungen mit sich brachte, residierte bis 2007 noch ein Eierhof. Das Grundstück selbst ist an der Straßenfront nach Norden ausgerichtet und war im Ursprungszustand an zweieinhalb Seiten von 22 Meter hohen Brandmauern umgeben und grenzt unter anderem an einem Ende an eine denkmalgeschützte Kirche.
Die schwierigen Voraussetzungen für eine Bebauung wurden durch drei unterschiedliche Bau-Typologien für 45 Wohneinheiten aufgefangen. Zur Straße hin wurden von dem Berliner Architektenbüro zanderrotharchitekten GmbH nur viergeschossige Townhouses entwickelt, um der  dreigeschossigen Brandwandbebauung der Gartenhäuser, die auf die Tiefgarage aufgesetzt sind, und dem darauf befindlichen Hofgarten im ersten Obergeschoss ausreichend Licht zu lassen. Darüber befinden sich die ebenfalls dreigeschossigen Penthouses einer zweiseitigen Ausrichtung im obersten Geschoss. Zentrales Element und Mittelpunkt des Gebäudekomplexes ist der riesige Hof von etwa 95 Metern Länge, aber nur einer Breite von zwölf
Metern, der in der englischen Übersetzung Namensgeber für das Bauvorhaben war: BigYard. Die Gestaltung wurde von den Landschaftsarchitekten
herrburg aus Berlin projektiert und auch federführend überwacht. Insgesamt standen dem Bauprojekt rund 21 Millionen Euro für
den Hoch- und Tiefbau zur Verfügung – die 1.200 Quadratmeter große Gartenanlage war mit rund 238.000 Euro veranschlagt, die sich auf die 72 verschiedenen Bauherren verteilen. Über die Firma Projektsteuerung SmartHoming GmbH wurden die unterschiedlichen Bauherren gesucht und zu einer Bauherrengemeinschaft zusammengeführt. Dabei wurde das Gemeinschaftseigentum wie Fassade, Rohbau und Gartengestaltung mehrheitlich durch Abstimmungen der Bauherrengesellschaft mit den Planern und Architekten konzipiert.

Was wollte der Bauherr?

Bei der Gestaltung der Gartenanlage wurde dem Landschaftsarchitektenteam herrburg sehr viel Freiraum für kreative Ideen bei der Gestaltung gelassen, sagt Landschaftsarchitektin Susanne Friedburg, die selber zur Bauherrengemeinschaft gehört und entscheidend an den Entwürfen gearbeitet hat. Nur wenige Abstimmungen waren zwischen Planern und Bauherren notwendig, um einen einheitlichen Konsens für die Gestaltung zu finden, so Friedburg. Da der Hof keine Infrastrukturen wie Müll- oder Fahrradabstellplätze mit aufnehmen musste, konnte sich das Planungsbüro voll und ganz auf die Gestaltung eines naturnahen Gartens konzentrieren. Aufgrund der geringen Breite des Innenhofes wurde von vorneherein die Gartenanlage, die über der Tiefgarage platziert liegt, als Gemeinschaftseigentum deklariert. Zwar verfügen die einzelnen Wohnungen über direkte Zugänge zum Innenhof, jedoch
sollten keine individuellen und parzellierten Einzelgärten entstehen. Der Innenbereich soll Ruhepol, Spielplatz und verbindendes Element und Zugang zu den Garten- und Penthäusern sein. Zudem soll der Innenbereich eine hohe Aufenthaltsqualität für die Bewohner bieten, um sich gemeinsam auf einen Kaffee, ein Gläschen Wein oder ein Schwätzchen zu treffen. Für größere Aktivitäten steht auf dem Dach der Anlage ein etwa 250 Quadratmeter großer Garten für gemeinsame Grillabende oder anderes zur Verfügung. Darüber hinaus verfügen auch die Townhouses über eigene begrünte Dachflächen, auf denen auch eine individuelle Bepflanzung mit Zier- oder Gemüsepflanzen möglich ist.

Erst nach der Wende wurde der heute besonders bei Familien sehr beliebte Stadtteil aus seinem Dornröschenschlaf geholt. Bis heute wurden viele der Baulücken geschlossen und die Häuser einem modernen Wohnstandard angepasst.
Doch noch in den 2000ern waren Brachen wie in der Zelterstrasse 5–11 keine Seltenheit. Auf dem riesigen Gelände, das auch sonst viele architektonische und planerische Herausforderungen mit sich brachte, residierte bis 2007 noch ein Eierhof. Das Grundstück selbst ist an der Straßenfront nach Norden ausgerichtet und war im Ursprungszustand an zweieinhalb Seiten von 22 Meter hohen Brandmauern umgeben und grenzt unter anderem an einem Ende an eine denkmalgeschützte Kirche.
Die schwierigen Voraussetzungen für eine Bebauung wurden durch drei unterschiedliche Bau-Typologien für 45 Wohneinheiten aufgefangen. Zur Straße hin wurden von dem Berliner Architektenbüro zanderrotharchitekten GmbH nur viergeschossige Townhouses entwickelt, um der  dreigeschossigen Brandwandbebauung der Gartenhäuser, die auf die Tiefgarage aufgesetzt sind, und dem darauf befindlichen Hofgarten im ersten Obergeschoss ausreichend Licht zu lassen. Darüber befinden sich die ebenfalls dreigeschossigen Penthouses einer zweiseitigen Ausrichtung im obersten Geschoss. Zentrales Element und Mittelpunkt des Gebäudekomplexes ist der riesige Hof von etwa 95 Metern Länge, aber nur einer Breite von zwölf
Metern, der in der englischen Übersetzung Namensgeber für das Bauvorhaben war: BigYard. Die Gestaltung wurde von den Landschaftsarchitekten
herrburg aus Berlin projektiert und auch federführend überwacht. Insgesamt standen dem Bauprojekt rund 21 Millionen Euro für
den Hoch- und Tiefbau zur Verfügung – die 1.200 Quadratmeter große Gartenanlage war mit rund 238.000 Euro veranschlagt, die sich auf die 72 verschiedenen Bauherren verteilen. Über die Firma Projektsteuerung SmartHoming GmbH wurden die unterschiedlichen Bauherren gesucht und zu einer Bauherrengemeinschaft zusammengeführt. Dabei wurde das Gemeinschaftseigentum wie Fassade, Rohbau und Gartengestaltung mehrheitlich durch Abstimmungen der Bauherrengesellschaft mit den Planern und Architekten konzipiert.

Was wollte der Bauherr?

Bei der Gestaltung der Gartenanlage wurde dem Landschaftsarchitektenteam herrburg sehr viel Freiraum für kreative Ideen bei der Gestaltung gelassen, sagt Landschaftsarchitektin Susanne Friedburg, die selber zur Bauherrengemeinschaft gehört und entscheidend an den Entwürfen gearbeitet hat. Nur wenige Abstimmungen waren zwischen Planern und Bauherren notwendig, um einen einheitlichen Konsens für die Gestaltung zu finden, so Friedburg. Da der Hof keine Infrastrukturen wie Müll- oder Fahrradabstellplätze mit aufnehmen musste, konnte sich das Planungsbüro voll und ganz auf die Gestaltung eines naturnahen Gartens konzentrieren. Aufgrund der geringen Breite des Innenhofes wurde von vorneherein die Gartenanlage, die über der Tiefgarage platziert liegt, als Gemeinschaftseigentum deklariert. Zwar verfügen die einzelnen Wohnungen über direkte Zugänge zum Innenhof, jedoch
sollten keine individuellen und parzellierten Einzelgärten entstehen. Der Innenbereich soll Ruhepol, Spielplatz und verbindendes Element und Zugang zu den Garten- und Penthäusern sein. Zudem soll der Innenbereich eine hohe Aufenthaltsqualität für die Bewohner bieten, um sich gemeinsam auf einen Kaffee, ein Gläschen Wein oder ein Schwätzchen zu treffen. Für größere Aktivitäten steht auf dem Dach der Anlage ein etwa 250 Quadratmeter großer Garten für gemeinsame Grillabende oder anderes zur Verfügung. Darüber hinaus verfügen auch die Townhouses über eigene begrünte Dachflächen, auf denen auch eine individuelle Bepflanzung mit Zier- oder Gemüsepflanzen möglich ist.

 

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