Im Sandkasten die Zukunft testen

TITELTHEMA AUS DER AUSGABE Mai/Juni 2017

Im oberbayerischen Reichertshofen, unweit von Ingolstadt und München, wird seit Anfang dieses Jahres in einem neuen Forschungszentrum gerüttelt, was das Zeug hält. Dort werden von Technikern und Anwendern Stampfer und Rüttelplatten getestet, die hier entwickelt und gefertigt werden. Wir haben mit Helmut Bauer, Geschäftsführer der Wacker Neuson Produktion GmbH & Co. KG, über heutige und zukünftige Herausforderungen für Baugerätehersteller gesprochen.

 

Vom neuen F&E-Zentrum erhofft sich Geschäftsführer Helmut Bauer Synergieeffekte. Foto: Wannags

Wasserstoff, Gas oder Akku? In welcher Antriebsart liegt die Zukunft der Elektromobilität? Als bei Wacker Neuson vor fast einem Jahrzehnt diese Entscheidung anstand, war noch nicht klar, welche dieser Technologien sich durchsetzen würde. „Bis eine neue Technologie serienreif ist, dauert es rund drei bis fünf Jahre“, sagt Helmut Bauer. „Und natürlich wird schon lange vorher ausprobiert, was bei Baugeräten überhaupt möglich ist und was nicht.“ Für den Geschäftsführer der Wacker Neuson Produktion GmbH & Co. KG in Reichertshofen war die Entscheidung, auf Akkutechnologie zu setzen, absolut richtig. Dank leistungsfähigeren Akkus und intelligentem Energiemanagement haben sich die Laufzeiten der Akkustampfer von Wacker Neuson binnen zwei Jahren um fast 50 Prozent erhöht. Die Ingenieure und Techniker im Forschungs- und Entwicklungszentrum suchen nach immer neuen Optimierungsmöglichkeiten für Baugeräte. Wegweiser bei neuen Technologien ist vor allem die Automotive-Industrie.

„Entwicklungen im Automotive-Bereich sind fünf bis sieben Jahre später für die Baumaschinenhersteller applizierbar“, erklärt Bauer. „Sobald diese Entwicklungen dort in Serie gehen, sind sie für unsere Branche finanzierbar.“ Je kleiner, desto herausfordernder Mittlerweile gibt es bei Wacker Neuson eine ganze Reihe an Baumaschinen und -geräten, die emissionsfrei arbeiten, vom Radlader bis zum Akkustampfer. Je kleiner ein Gerät, desto größer die Herausforderung für die Entwicklungsingenieure, es mittels Akku zu betreiben. „Bei Baumaschinen haben wir bauartbedingt viel mehr Platz für Akkus“, erklärt Bauer. 

Wie bei Flurförder zeugen, bei denen der elektrische Antrieb eine lange Geschichte hat, werden in den Baumaschinen Bleiakkus verbaut. Während es bei handgeführten Geräten auch auf das Gewicht des Akkus ankommt, spielt das bei Baumaschinen eine untergeordnete Rolle. „Bei allen Fahrzeugen, die heben oder Material verfahren, ist Gewicht sogar gewünscht“, erklärt Bauer. Bei den handgeführten Geräten kommen Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz. Als Ende 2014 bei Wacker Neuson die ersten beiden Akkustampfer auf den Markt kamen, betrug die Laufzeit der Geräte 20 bis 30 Minuten. Gerade mal zwei Jahre hat es gedauert, bis sich diese Zeiten auf bis zu 45 Minuten erhöht haben. Zu verdanken ist das immer leistungsfähigeren Akkus, aber auch einem intelligenten Batteriemanagement. Darunter versteht man unter anderem Kontroll- und Überwachungsfunktionen, die dafür sorgen, dass der Akku optimal arbeitet.

 

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