Akkustampfer: Prima Klima beim Verdichten

TITELTHEMA AUS DER AUSGABE September/Oktober 2017

Um 50 Prozent längere Laufzeiten bei den neuen Akkustampfern AS50e und AS30e – das berichtete das Unternehmen Wacker Neuson vor einigen Monaten. Wir nutzten die Gelegenheit und ließen das größere Modell, den AS50e, von der Firma Gartenhof Küsters GmbH in Neuss testen.

Verdichten mit dem Stampfer – diese Arbeit ist bei Gartenhof Küsters an der Tagesordnung. „Bei uns gibt es eigentlich immer etwas zu verdichten“, sagt Firmenchef Benjamin Küsters. Großprojekte machen einen Großteil des Umsatzes der Firma aus, die rund 130 Mitarbeiter beschäftigt. Außerdem werden Privatgärten geplant, gestaltet und gepflegt. Ergänzt wird der GaLaBau mit Innenraumbegrünung und Floristik.

Zwei Tage lang konnten die Mitarbeiter von Gartenhof Küsters in Neuss den Akkustampfer AS50e testen. Foto: Gartenhof Küsters GmbH

Jan Kiesow ist Baustellenleiter bei Gartenhof Küsters und durfte den Akkustampfer AS50e testen. „Wir hatten den Stampfer zwei Tage lang auf der Baustelle dabei und haben mit Unterbrechungen jeweils etwa 50 Minuten damit gearbeitet“, erklärt Kiesow. Eingesetzt wurde das Gerät zur Verdichtung von Gräben beziehungsweise schmalen Ausschachtungsbereichen an Gebäudewänden.

 

Der Lieferumfang

Die Anlieferung des Akkustampfers erfolgte durch die Wacker Neuson Niederlassung in Kerpen. Vertriebsmitarbeiter Oliver Luhrenberg brachte das Gerät samt Schnellladegerät und einem zusätzlichen Akku nach Neuss, erläuterte kurz den Akkuwechsel und die Startmodalitäten und wusste anschließend das Gerät in fachmännischen Händen. Jan Kiesow und seine Leute sind geübt im Umgang mit Stampfern: „Die Handhabung des Gerätes ist selbsterklärend, eine intensive Einarbeitung war daher nicht nötig.“

Technische Daten

Akkustampfer AS50e
• Betriebsgewicht: 70 Kilogramm
• Akku: 1.000 Watt
• Ladezeit: Schnell-Ladegerät 80 Minuten, Standard-Ladegerät 4 Stunden
• Laufzeit: 30 Minuten mit einer vollen Akkuladung
• Einsatztemperaturen: –10 bis +50 Grad Celsius

Die Handhabung

Was schnell auffiel, war das Gewicht des AS50e. „Er ist etwa zehn Kilogramm schwerer als ein vergleichbarer, üblicherweise bei uns eingesetzter Motorstampfer“, sagt Kiesow. Bemerkbar macht sich das beim Transport und beim rückwärts bewegen des Stampfers. „Normalerweise arbeitet man ja mit dem Stampfer nach vorne – da fällt das Zusatzgewicht nicht so auf.“ Am Grabenende allerdings muss man das Gerät in die Gegenrichtung ziehen. „Das kostet hier schon etwas Kraft.“

Sehr ungewohnt war für die Mitarbeiter, dass sie beim Akkustampfer auch an das Ladegerät denken müssen. „Wir hatten es letztlich nicht auf der Baustelle dabei, aber wenn muss man immer dafür sorgen, dass eine Stromquelle vorhanden ist.“ Was beim Privatkunden eventuell noch machbar ist, kann im öffentlichen Bereich ohne Generator schwierig werden.
Für Begeisterung auf ganzer Linie sorgte hingegen das Startverhalten des AS50e. „Die Maschine startet sehr angenehm auf Knopfdruck.“ Statt das Schultergelenk beim Start eines Verbrennungsmotors mit dem Ziehen einer Startschnur zu be- und überlasten, war hier nur ein kurzer Knopfdruck nötig. Überzeugend auch die Leistung: „Sie unterschiedet sich nicht von der eines Motorstampfers“, sagt Kiesow.

Keine Emissionen

Emissionen sind gerade bei handgeführten Maschinen ein großes Thema. Ob bei Heckenscheren oder Freischneidern, wo sich der Motor in der Nähe des Gesichts befindet oder beim Arbeiten mit dem Stampfer in Gräben – überall atmen die Mitarbeiter schädliche Abgase ein. 
„Das emissionsfreie Arbeiten mit dem E-Stampfer ist da natürlich sehr angenehm“, erklärt Kiesow. „Auch die Lautstärke ist geringer, aber es muss trotzdem ein Gehörschutz getragen werden.“ Auch wenn das Motorengeräusch wegfällt, bleiben die Geräusche, die vom Stampfvorgang erzeugt werden. „Eine Lärmreduzierung macht sich daher vorwiegend im Arbeitsumfeld, nicht beim Bediener bemerkbar.“

Der größte Pluspunkt des Stampfers ist das emissionsfreie Arbeiten. Foto: Wacker Neuson

Der Akku

Der Lithium-Ionen-Akku des Stampfers ist laut Wacker Neuson robust und sicher und damit für den harten Baustellenalltag ausgelegt. Die vom Hersteller angegebene Arbeitszeit von 30 Minuten wurde in der Praxis übertroffen. „Mit einer Akkuladung kann etwa 40 Minuten gearbeitet werden. Die Ladekapazität wird angezeigt und stimmt ziemlich genau mit der verbleibenden Restzeit überein.“ Das ist wichtig, da jede Minute zählt, die das Gerät in Betrieb sein kann. Die Leistung des Stampfers bleibt über die gesamte Entladungsphase gleich.

 

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